Voraussetzungen für die Zertifizierung als Dienstleister

 

Anlagen, technische Einrichtungen, Betriebsprozesse, betriebsinterne Qualitätssicherung, Mitarbeiterqualifizierung, Beschwerdemanagement und Dokumentation werden im Rahmen von jährlichen Inspektionen (Vor-Ort- oder Ferninspektionen) überprüft, die durch einen gelisteten Auditor einer gelisteten Zertifizierungsstelle durchgeführt werden.

Nichtzertifizierte Dienstleister müssen durch ihren zertifizierten Auftraggeber beim zuständigen Management und bei der beteiligten Inspektionsstelle (falls der Auftraggeber ein Produzent ist) bzw. bei der zuständigen Zertifizierungsstelle (falls der Auftraggeber ein Händler ist) gemeldet werden. Die technischen Anlagen und die Dokumentation von nichtzertifizierten Unternehmen werden im Rahmen der externen Kontrolle des zertifizierten Unternehmens inspiziert.

Überwachungsintervalle:

Zu Beginn jeder dreijährigen Zertifizierungsperiode muss eine Vor-Ort-Inspektion durchgeführt werden, die alle Lager für die Belieferung von Verbrauchern inklusive der Siebanlagen für die Abtrennung des Feinanteils bei der Beladung von Lieferfahrzeugen umfasst. Inspektionen für die Rezertifizierung müssen vor Auslaufen des Zertifikats (nicht jedoch mehr als sechs Monate vorher) durchgeführt werden. In den Jahren zwischen zwei Vor-Ort-Inspektionen werden Fern-inspektionen durchgeführt. Da der Absackprozess großen Einfluss auf die Qualität der Pellets hat und deswegen ein Risiko darstellt, müssen sich Dienstleister, die eine Absackstation betreiben, einer jährlichen Vor-Ort-Inspektion unterziehen.

Schwerpunkte der Überwachung:

  • Kontrolle der betrieblichen Einrichtungen (Lager, Fahrzeuge, Einrichtungen zur Abscheidung des Feinanteils, Absackstationen, Testgeräte).
  • Im Rahmen der Erstinspektion werden alle Lager kontrolliert.
  • Kontrolle des Qualitätsmanagements. Dies schließt Arbeitsanweisungen, Dokumentation, Qualitätspolitik und die Qualifizierung des Personals mit ein.
  • Prüfung des Beschwerdemanagements
  • Prüfung der Erfüllung der Berichtspflichten an das zuständige Management
  • Prüfung der Dokumentation der betriebsinternen Qualitätssicherung
  • Prüfung der Nachweise für die Teilnahme an Schulungen von Qualitätsmanagern und Fahrern von Fahrzeugen für Teillieferungen
  • Probenahme von Sackware (ein geschlossener Pelletsack), falls das Unternehmen eine Absackstation betreibt. Die Probe wird auf Feinanteil untersucht.

Auf Verlangen des zuständigen Managements (z. B. im Fall von gravierenden Beschwerden) können außerordentliche Inspektionen durchgeführt werden.