Zertifizierung für Pelletproduzenten

 

 

So kommen Sie als Pelletproduzent zum ENplus-Zertifikat:

1. Zur Antragsstellung auf ENplus-Zertifizierung muss der Pelletproduzent das Antragsformular_Produzent (pdf) ausgefüllt an das Nationale ENplus-Management proPellets Austria schicken. proPellets Austria vergibt nach Bezahlung der ersten Rate der Lizenzgebühr ein Zertifizierungszeichen und gibt dieses der ausgewählten Zertifizierungsstelle bekannt.

2. Der Pelletproduzent schließt mit einer gelisteten Inspektionstelle einen Überwachungsvertrag. Dieser berechtigt die Inspektionsstelle, den Pelletproduzenten nach den im ENplus-Handbuch gestellten Anforderungen jährlich zu kontrollieren. Der daraus resultierende Konformitätsbericht ist die Grundlage für die Bewertung durch die Zertifizierungsstelle.

3. Der Antragsteller stellt bei der österreichischen Zertifizierungsstelle den Zertifizierungsantrag:

Holzforschung Austria, Andreas Haider, Tel: +43 1 798 26 23 – 66, a.haider@holzforschung.at

Nach Antragsstellung führt die Inspektionsstelle im Pelletproduktionswerk eine Erstprüfung durch. Die Inspektionsstelle muss ein geeignetes Datum dafür anbieten. Das zertifizierte Unternehmen muss dem Auditor Zugang zu allen Betriebsstätten, relevanten Dokumenten und Personal gewähren.

Der Auditor wird

  • Proben von losen Pellets (Schüttgut) nehmen
  • die betrieblichen Einrichtungen kontrollieren
  • das Qualitätsmanagement des Unternehmens kontrollieren
  • Herkunft und Quelle von Rohmaterialien und Additiven kontrollieren
  • die Berechnung der Treibhausgas-Bilanz prüfen
  • das Beschwerdemanagement prüfen
  • die Erfüllung der Berichtspflichten an das zuständige Management prüfen
  • die betriebsinterne Qualitätssicherung einer Plausibilitätsprüfung unterziehen
  • Produktions- und Handelsmengen kontrollieren
  • prüfen, ob ausschließlich durch das zuständige Management freigegebene Sackdesigns verwendet werden (falls das Unternehmen eine Absackstation betreibt).

Der Konformitätsbericht darüber (einschließlich der Laborergebnisse) wird dem Unternehmen und in Kopie der Zertifizierungsstelle übermittelt.

Nach positiver Bewertung der eingereichten Antragsunterlagen sowie des Konformitätsberichts übergibt die Zertifizierungsstelle dem Antragssteller das ENplus-Zertifikat.

Der Zertifikatteilnehmer ist berechtigt, für die einjährige Laufzeit das Zertifikat ENplus zu nutzen, wenn er die im Handbuch gestellten Anforderungen erfüllt und das jährlich anfallende Nutzungsentgelt entrichtet. Der Pelletproduzent wird dann im Internet unter www.enplus-pellets.at und auf www.pelletcouncil.eu gelistet.

Die Inspektionsstelle kontrolliert jährlich beim Pelletproduzenten, ob die Anforderungen der ENplus-Zertifizierung erfüllt werden. Werden bei der Überwachung oder bei der Laborprüfung Mängel oder Abweichungen von den ENplus-Anforderungen festgestellt, setzt die gelistete Inspektionsstelle bei geringfügigen Abweichungen eine angemessene Nachfrist, in der der Antragsteller geeignete Korrekturmaßnahmen gegenüber der Inspektionsstelle nachzuweisen hat.
Bei schweren Mängeln ist eine komplette neue Prüfung nach Behebung der Mängel durchzuführen. Unter schweren Mängeln, die dauerhaft die Produktqualität beeinflussen können, sind vor allem ein ungeeigneter Rohstoff sowie mangelhafte Produktions- und Lagereinrichtungen zu verstehen. In diesem Fall kann der Systemträger dem Zertifikatteilnehmer das ENplus-Zertifikat vorübergehend aussetzen oder dauerhaft entziehen.

 

Entgeltordnung:
Die Lizenzgebühr beträgt 0,20 € je produzierter Tonne Pellets;
für Mitglieder von proPellets Austria gilt ein ermäßigter Satz von 0,12 €/t.

Die Kosten für die Zertifizierung und Inspektion durch die Zertifizierungs- und Inspektionsstellen sind abhängig vom Aufwand. Bitte erfragen Sie diese bei den jeweiligen Anbietern.